Sicherheit braucht Vertrauen und Klarheit

Die Sicherheit der Kinder steht für uns an erster Stelle.
Deshalb schaffen wir transparente Abläufe, klare Regeln und feste Ansprechpersonen für alle Beteiligten.
Hier erfahren Sie, wie wir Kinder- und Jugendschutz im Patenschaftsprogramm umsetzen.

Unsere Verantwortung

Wir machen uns – ebenso wie Sie – Gedanken um die Sicherheit der Kinder.

Patenschaften sollen ein geschützter Raum sein, in dem sich Kinder und Jugendliche frei entwickeln können. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass Nähe auch Risiken bergen kann. Deshalb setzen wir auf klare Strukturen, Transparenz und kontinuierliche Begleitung.

Unsere Schutzmaßnahmen vor der Vermittlung

Bevor eine Patenschaft beginnt, lernen wir alle Freiwilligen sorgfältig kennen.

  • ausführliches persönliches Erstgespräch
  • Einblick in Motivation und Lebenssituation
  • Vorlage eines Lichtbildausweises
  • erweitertes amtliches Führungszeugnis
  • Vorbereitung durch Gespräche und Workshops zu Themen wie Nähe, Distanz und Grenzen

So schaffen wir eine fundierte Grundlage für eine sichere Patenschaft.

Erweiterte Führungszeugnisse

Zum Schutz der Kinder verlangen wir von allen Pat*innen ein erweitertes amtliches Führungszeugnis.

Dieses wird beim Bundeszentralregister ausgestellt und gibt Auskunft darüber, ob relevante Vorstrafen oder laufende Ermittlungsverfahren vorliegen.

Die Vorlage ist im Bereich der Arbeit mit Kindern heute Standard und ein wichtiger Bestandteil unseres Schutzkonzepts.

Jugendschutz & Aufsichtspflicht

Während der gemeinsamen Zeit übernimmt die Patin oder der Pate die Aufsichtspflicht.
Dazu gehört insbesondere:

  • die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes
  • ein altersgerechter Umgang mit Medien
  • verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol, Zigaretten und anderen Substanzen
  • die Beachtung von Altersfreigaben bei Filmen, Spielen und Veranstaltungen

Wir erwarten von allen Pat*innen einen verantwortungsbewussten Umgang mit diesen Regelungen.

Zusammenarbeit mit Eltern

Die elterliche Sorge bleibt jederzeit bei Ihnen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie:

  • Vertrauen zur Patin oder zum Paten aufbauen
  • die Entwicklung der Patenschaft aufmerksam begleiten
  • Ihr Kind darin stärken, eigene Grenzen wahrzunehmen und zu äußern
  • offen über Erwartungen, Werte und Unsicherheiten sprechen

Eine gute Kommunikation zwischen allen Beteiligten ist die Grundlage für eine stabile Patenschaft.

Verhaltenskodex für Pat*innen

Alle Pat*innen verpflichten sich zu klaren Regeln für den Umgang mit Kindern und Jugendlichen.
Dazu gehören unter anderem:

    • achtsamer Umgang mit Nähe und Körperkontakt
    • klare Grenzen bei Übernachtungen
    • respektvoller Umgang mit persönlichen Informationen
    • verantwortungsvoller Umgang mit Fotos und sozialen Medien
    • transparente Kommunikation innerhalb der Patenschaft
Vollständiger Verhaltenskodex (PDF)

Was tun in Verdachtsfällen?

Veränderungen im Verhalten eines Kindes können viele Ursachen haben. Dennoch gilt: Nehmen Sie Auffälligkeiten und Ihr Gefühl ernst.

Mögliche Anzeichen

      • Rückzug oder Verhaltensveränderungen
      • Angst, Unsicherheit oder Aggression
      • plötzliche Unlust auf Treffen
      • ungewöhnliches Verhalten rund um die Patenschaft

Diese Signale sollten aufmerksam beobachtet und eingeordnet werden.

Handlungsempfehlungen

Wenn Sie unsicher sind oder einen Verdacht haben:

      • Nehmen Sie Ihre Wahrnehmung ernst
      • Handeln Sie ruhig und besonnen
      • Vermeiden Sie vorschnelle Schlüsse
      • Konfrontieren Sie keine verdächtigen Personen eigenständig
      • Schützen Sie die Privatsphäre aller Beteiligten
      • Holen Sie sich fachlichen Rat
      • Wenden Sie sich an uns als Koordinator*innen

Wir unterstützen Sie vertraulich und unparteiisch bei der Klärung.

Kontakt & Unterstützung

Wenn Sie Fragen, Unsicherheiten oder ein ungutes Gefühl haben, sprechen Sie uns an.

Beratungsstellen & Unterstützung

Zusätzlich können Sie sich an unabhängige Fachstellen wenden:

Kind im Zentrum – KiZ
Fachberatungsstelle bei sexuellem Missbrauch für Kinder, Jugendliche und ihre Familien
https://www.ejf.de/

Berliner Jungs
Hilfe für Jungen* bei sexualisierter Gewalt
https://hilfefuerjungs.de/berliner-jungs/

Erziehungs- und Familienberatungsstellen Ihres Bezirks
https://efb-berlin.de

Diese unterstützen bei der Einschätzung von Situationen und weiteren Schritten.